Meine Fitnessgeschichte

Mittlerweile mache ich schon seit etwa sieben Jahren Krafttraining. Ja ich weiß, viele denken sich sicher : “Was? Er hat schon mit 14 Jahren begonnen ins Fitnessstudio zu gehen?! Ist das nicht ein bisschen zu früh?” Naja, generell nicht, wenn ich genau gewusst hätte, wie und was ich hätte trainieren sollen. Da ich zu dem Zeitpunkt American Football gespielt habe, war es natürlich sinnvoll, zusätzlich Krafttraining zu machen, dachte ich. Jedoch war es nicht möglich, dass bei jedem Krafttraining ein Trainer dabei war, allein schon deswegen, weil jeder von uns selbstständig in die Kraftkammer gegangen ist. Somit war es schwer für die Trainer, das ganze Training im Überblick zu haben. Was dann noch dazu kam, war das man mit 14 Jahren genau in der Pubertät ist. Vernünftig genug, ganz viel Gewicht auf die Maschinen zu laden um ja cool zu sein. An was man da jedoch nicht gedacht hat, war was passieren kann und welche Auswirkungen das auf meinen Körper haben kann. Es kam wie es kommen musste und verletzte mich während der drei Jahre, die ich Football spielte und ergänzend in die Kraftkammer ging, an meiner Hüfte. Wie und wann es genau dazu gekommen ist, weiß ich nicht. Jedoch kam die Verletzung aufgrund von Überlastung und wurde von einem Zeitpunkt an immer schlimmer. Das wars dann mit meinem Traum, eine Football Karriere einzuschlagen – So schnell kann es leider gehen. Hätte ich das Wissen und die Vernunft damals schon gehabt, wäre das sicher nicht passiert…Tja, hätte, hätte Fahrradkette.

 

In dem Jahr, in dem ich aufgehört hatte Football zu spielen, konzentrierte ich mich auf mein letztes Schuljahr, bevor dann meine Hüft-Operationen auf mich warteten. An dieser Stelle muss ich dazu sagen, dass diese Art von Verletzung und der damit verbundene Schmerz nicht vergleichbar ist mit einem Bruch oder Ähnlichem, sondern eher ein dumpfer Schmerz ist, der die ganze Zeit vorhanden ist und der es einem erschwert, gewisse Positionen einzunehmen oder Bewegung durchzuführen. Wie dem auch sei, ich musste mich noch ein Jahr gedulden, bis ich mich um das Problem kümmern konnte, da es anfangs nicht leicht war, es zuzuordnen. Zurerst wurde die rechte Hüfte operiert und sechs Monate später die linke Seite. Somit hatte ich ohnehin ein Jahr “Sportsperre”, abgesehen von der Physiotherapie und die paar Übungen, die ich als Hausaufgabe bekommen hatte, um den Heilungsprozess voranzutreiben und die vorhanden Muskulatur etwas zu stärken.

 

Das Ganze dauerte in etwa ein Jahr, bis ich wieder einigermaßen fit war und mit Krafttraining im Fitnessstudio beginnen konnte. Was mich zu dem Zeitpunkt am meisten interessiert hat, war ohnehin Bodyweighttraining, also ließ ich die Hanteln und Geräte im Studio zurücl und ging lieber in Parks und trainierte draußen im Freien. Zufälligerweise war Calisthenics gerade sehr im Trend und viele Leute haben beschlossen, lieber im Freien mit dem eigenen Körpergewicht zu trainieren. Es ist wahnsinnig vielfältig und für jeden empfehlenswert, da es viel Spaß macht und man kein Equipment benötigt. Dennoch habe ich nach einiger Zeit beschlossen, mich wieder in einem Fitnessstudio einzuschreiben und doch ab und zu schweres Eisen zu heben.

 

Generell habe ich mir immer Mühe gegeben, Bewegungen richtig durchzuführen, besonder nach meiner OP. Ich habe die eigentliche Wichtigkeit der Bewegung zu verstehen gelernt und jage schon seit langem nicht mehr dem Ziel hinterher, schweres Gewicht zu heben. Grundsätzlich möchte ich ja nur gesund und fit sein und durch meine Hüfte bin ich da gewissermaßen ein wenig eingeschränk. Aber hey, macht ja nichts. Ich habe gelernt, dass es für mich viel wichtiger ist, gesund zu sein, als großartige Leistungen zu vollbringen. Das überlasse ich mittlerweile denen, die es auch können. Was ich aber nicht ablegen kann, ist das Gefühl wenn man sich nach dem Training richtig gut fühlt. Ich liebe es mich bei meinem Training auszupowern und bis an meine Grenzen zu gehen. Natürlich nur, soweit es mein Körper zulässt.

 

Seit mittlerweile einem halben Jahr trainiere ich in einem der coolsten Crossfit Studios, das ich kenne. Crossfit ist, um es einfach auszudrücken, funktionelles Krafttraining. Und da ich ja doch aus einem Sport komme, in dem man, genauso wie in jedem anderen Sport, spezifische Bewegungen durchführt, habe ich großen Gefallen an Crossfit gefunden, da es, vereinfacht gesagt, so viele Disziplienen des Kraftsports und des Ausdauertrainings kombiniert. Was mir zurzeit jedoch am misten Spaß macht, ist Gymnastics, da eigentlich alle Bewegungen ohne Zusatzgewicht und nur mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt werden, aber dennoch sehr komplex und kraftaufwendig sind. Da ich selber eine Ausbildung zum Personal Trainier gemacht habe, bin ich nun froh, bald auch als Trainier in der Crosszone zu stehen und Bewegung zu lehren.

Was trainiert ihr so am liebsten?

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